McDonald’s: Fremdgen ist scheiße

McGen ProtestAn diesem Wochenende war es soweit: Unsere Proteste gegen die Wiedereinführung von Gen-Soja in der Hähnchenzucht bei McDonald’s haben am Samstag begonnen. Vor den Filialen am Bahnhof wie auch am Löhrrondell informierten wir Kunden sowie Passanten darüber, dass bei McDonald’s schon seit April 2014 wieder genetisch veränderte Futtermittel in der Geflügelmast eingesetzt werden und folglich in ihren Chicken McNuggets und Chickenburgern  stecken. Viele Kunden des Fast-Food-Riesen und ebenfalls viele Passanten wussten nichts von dieser Umstellung. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass McDonald’s diese Produkte nicht als “genetisch modifiziert” kennzeichnen muss.

Gentechnisch veränderte Soja wird in der Regel so manipuliert, dass die Pflanzen unanfällig gegen die Behandlung mit Unkrautvernichtungsmitteln werden. Bisher handelt es sich dabei überwiegend um Pestizide mit dem Wirkstoff Glyphosat. Doch das System funktioniert nur kurzfristig: Der häufige Einsatz des immer gleichen Pestizids führt zu Resistenzbildung, einige Unkräuter werden unempfindlich und breiten sich aus. Resistenzen gegen Glyphosat entstehen besonders schnell und sind für nahezu alle Unkrautarten bekannt. Die Folge: Immer mehr und neue Gifte müssen eingesetzt werden, um die Unkräuter zu töten.

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McGen MusikerAgrarökosysteme, Bauern und Anwohner leiden unter dem Einsatz des umstrittenen Pestizids. Auf den Äckern wird alles pflanzliche Leben ausgeschaltet, nur die Gen-Pflanzen überleben den Gifteinsatz. Hiervon sind nicht nur Ackerpflanzen betroffen, auch viele Tierarten an allen Positionen der Nahrungskette leiden unter dem mangelnden Nahrungsangebot. Beispielsweise wurde nachgewiesen, dass zahlreiche Vogelarten unter dem hohen Einsatz von Glyphosat drastisch leiden. Viele Tierarten werden durch Glyphosat auch direkt geschädigt: Zahlreiche toxische Effekte auf Boden- und Wasserorganismen sind bekannt, zudem häufen sich Hinweise auf Gefahren für Säugetiere – und auch den Menschen. Immer mehr Studien bringen glyphosathaltige Agrargifte in Verbindung mit langfristigen und chronischen Schadwirkungen, etwa Störungen des Hormonsystems oder erbgutverändernden Eigenschaften.

Eine Umfrage des Forsa-Instituts ergab: Für 79 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass Legehennen und Geflügel nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. 93 Prozent finden es wichtig, dass die Endprodukte – also Chicken-Nuggets oder Chickenburger – gekennzeichnet werden, wenn Gen-Pflanzen im Futter verwendet wurden.

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Bis in den (sehr kalten) Abend blieben wir vor Ort und hörten nicht auf, Kunden und Passanten zu informieren. Zusammen mit unserer Forderung, die Fütterung von Gen-Soja wieder auf konventionelle oder sogar ökologische Fütterung umzustellen, übergaben wir den Filialleitern der beiden Koblenzer McDonald’s-Filialen insgesamt 416 unterschriebene Protestpostkarten. Für uns ein erfolgreicher Tag. Aber das war nur der Beginn einer ausdauernden Aufklärungs- und Protestkampagne. Mehr lesen auf greenpeace.de

McGen Abend

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