Beluga II macht in Koblenz fest

Das Greenpeace-Aktionsschiff „Beluga II“ macht auf seiner „Save the Arctic“-Tour auch bei uns in Koblenz fest. Die „Beluga II“ liegt vom 23. bis 24 Juni am Konrad-Adenauer-Ufer. Mit ihrer Tour macht Greenpeace auf die Gefahren aufmerksam, denen die Arktis ausgesetzt ist: Die Erderwärmung lässt das ewige Eis schmelzen. Das nutzen Konzerne, um die vermuteten Schätze der Arktis auszubeuten: Öl- und Gasvorkommen sowie reiche Fischgründe.

Beluga II

Seit dem 11. April fährt das Greenpeace-Schiff den Rhein, Main und die Donau entlang. Der Tourplan ist unter www.greenpeace.de/beluga zu finden. An Bord der „Beluga II“ informiert eine Ausstellung über die Einzigartigkeit der Arktis, die Lebensraum für Eisbären, Walrösser und Narwale ist, aber auch über die Gefahren für die sensible Region. Besucher können ihre Stimme zum Schutz der Arktis abgeben und sich an weiteren Mitmach-Aktionen beteiligen. Die Besatzung bietet auch Schiffsführungen an.

Programm

  • Open-Boat von früh bis spät am 23. sowie am 24. Juni, mit Schiffsführungen und Informationen über die Lage in der Arktis. (Die Open-Boat-Zeiten werden noch genauer angegeben. Während der Schülerbesuchszeiten können keine öffentlichen Schiffsführungen angeboten werden.)
  • 23. Juni, 20.30 Uhr: Die Arktis – Chance für einen Wendepunkt? Einstündiger Vortrag über die Arktis, das Abschmelzen des Eises, die gegenwärtigen Pläne der Industrie und was wir gemeinsam tun können
  • 23. Juni, 21.30 Uhr: Open-Air-Kino “Black Ice” – ein Film über die von den russischen Behörden für mehrere Monate festgehaltenen Greenpeace-Aktivisten. Trailer: https://vimeo.com/97414641
    (Absprachen mit der Stadt laufen noch, technische Vorraussetzung werden geprüft, findet ggf. im Schiff statt)

Weitere Details und Programmänderungn werden auf der für jedermann zugänglichen Veranstaltungsseite auf Facebook bekanntgegeben: https://www.facebook.com/events/916875695046364/

Schulen aufgepasst: Bildungsangebot für 7 – 9. Klassen

Wir können an diesen beiden Tagen jeweils drei Koblenzer Schulklassen den Besuch der „Beluga II“ ermöglichen. Eine geschulte, ehrenamtlich tätige Greenpeace-Aktivistin wird nach einer Führung über das Schiff mit den Schülerinnen und Schülern mit Hilfe verschiedener Bildungsmaterialien das Thema Arktis von mehreren Seiten beleuchten und bearbeiten. Das Programm dauert insgesamt ca. 90 Minuten, also zwei Schulstunden, und ist für die Jahrgangsstufen 7 – 9 geeignet. Rechnen Sie vor und nach dem Programm noch etwa 10 min für die Schiffsführung ein.
Mit diesem Angebot möchten wir die Umweltbildung in den Schulen unterstützen und die Schüler zu eigenem Engagement in ihrer Freizeit zu Themen motivieren, die ihnen auf den Nägeln brennen. Das Angebot zielt nicht darauf ab, Werbung für Greenpeace zu machen. Unsere Arbeit ist komplett ehrenamtlich und es fallen somit keinerlei Kosten an. Wenn Sie Interesse haben, mit einer Ihrer Klassen am 23. Juni oder 24. Juni 2015 das Aktionsschiff „Beluga II“ in Koblenz zu besuchen, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Schreiben Sie uns darin die erwartete Gruppenstärke und in welchem zeitlichen Rahmen Sie sich bewegen können. Details zum genauen Ablauf geben wir anschließend bekannt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir leider nur drei Schulklassen pro Tag berücksichtigen können.

Akute Bedrohung: Shell riskiert die Zerstörung der Arktis

Trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste will der internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell in diesem Sommer für Ölbohrungen in die Arktis zurückkehren. Nachdem es bei Shells Arktisprojekt im Jahr 2012 zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Anfang Mai hatte die US-Regierung Shells Erkundungsplan für dieses Jahr genehmigt. Derzeit zieht der Konzern eine Arktis-Flotte in Seattle zusammen, um von dort dann in die arktische Tschuktschensee vor Alaska aufzubrechen. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent.
Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 25 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört.

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