Arbeit für den Arktisschutz – ohne Beluga II

Am Morgen des 23. Juni klingelte mein Telefon. Mona, Aktionskoordinatorin auf der Beluga II, rief an und hatte leider keine guten Neuigkeiten: Die Beluga II lag mit einem Motorschaden in Bingen und wird wohl für ein paar Tage auf Ersatzteile warten müssen.

Beluga II kommt nichtDamit hatten wir nicht gerechnet. Damit hatte niemand gerechnet. Vier Schulklassen standen in den Startlöchern, voller Vorfreude auf der Beluga II etwas über die Arktis zu lernen. Die Presse und viele Menschen in Koblenz und Umgebung hatten sich diese beiden Tage im Kalender markiert. Viele interessierten sich für das Segelschiff und wollten es besichtigen kommen. Außerdem hatten wir einen Vortrag und die Filmvorführung von “Black Ice” geplant. All dies musste nun ausfallen.  

Die Mitarbeiterin der Rhein-Zeitung rief uns an udn fragte uns, wann sie nachmittags ein Interview haben könnte, musste aber leider enttäuscht werden. Wir versuchten sofort auf allen Kanälen möglichst viele Menschen zu erreichen. Selbst im Radio soll zu hören gewesen sein, dass die Beluga II nicht kommen kann. Ab 15 Uhr hing unser Schild am Anleger 3. Geduldig beantworteten wir  einige Nachrichten entrüsteter Koblenzer, die die Beluga II nicht finden konnten. Wir waren alle etwas geknickt. Das war viel Arbeit.

Nun gut. Das alles hilft der Arktis nicht. Die Kinder bekamen ihren Unterricht zwar nicht auf der Beluga II, aber unsere Greenspeaker(in) Jessica kam zu ihnen in die Schule. Wir planten um und hielten den Vortrag über die Arktis im FreiRaum. Auch den Film zeigten wir dort. Zu unserer Freude kamen knapp 20 interessierte Zuschauer und blieben die gesamte Zeit über. Wir hoffen, dass wir ihnen einen informativen Abend bieten konnten, der letztendlich dem Arktisschutz dient.

ArktisvortragFilm "Black Ice"

Wir werden uns weiter für den Schutz der Artkis einsetzen. Mit oder ohne Boot. Unterstützt uns dabei, von schmelzendem Eis, tauenden Permafrostböden, dem Energie- und Fischhunger der Industrie bzw. unserer Gesellschaft und den möglichen Gefahren für die Zukunft der Ökosysteme zu erzählen. Es geht um unsere Lebensgrundlagen und eine atemberaubende Natur über mehr als 26 Mio. km² im weiten Norden unseres Planeten. Danke!

Fordere US-Präsident Obama auf, die Genehmigungen für Ölbohrungen in der Arktis zurückzunehmen.
https://www.savethearctic.org/de/obama/

Und werde einer von bald 10 Millionen Unterstützern für ein Schutzgebiet “Hohe Arktis”
https://www.savethearctic.org/&q=polar-light?cultureKey=de

 

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