Neuer Workshop “Nachhaltigkeit” begeistert bei LSK in Oberwesel

Am vergangenen Wochenende des 19. Dezembers tagte die 66. LandesschülerInnenkonferenz (LSK) Rheinland-Pfalz in Oberwesel. In Anbetracht der vielfältigen Krisen, in der sich Gesellschaft und Planet derzeit befinden, stand die LSK ganz im Zeichen des Themas “Nachhaltigkeit”. Infolgedessen wurde unter anderem Greenpeace Koblenz angefragt, ob wir zu diesem Thema einen Workshop anbieten könnten. Nach einigen Konzeptionsphasen und Überlegungen waren wir bereit zu sagen: “Ja, können wir.”

Der Workshop, so dachten wir, sollte “Nachhaltigkeit” so klar wie möglich greifbar machen. Gleichzeitig sollte er den 11 Teilnehmer*innen keine fertigen Gedankenkonstrukte vorsetzen, sondern zum Nachdenken anregen. Unser Ansatz war es also, zu Beginn des Workshops persönlichen Standpunkten hinsichtlich “Nachhaltigkeit” und “Nichtnachhaltigkeit” Raum zu geben. Daraus entstand ein erstes Gefühl für die verschiedenen Perspektiven auf das Themenfeld. Im zweiten Schritt stellten wir eine Definition für “Nachhaltigkeit” vor und fragten in die Runde, ob alle für die gemeinsame Arbeit im Workshop mit dieser Definition einverstanden seien:

Nachhaltig handeln bedeutet, so zu handeln, dass Ressourcen noch morgen verfügbar sind.

Tatsächlich waren alle einverstanden. Darauf folgend ging es um die Klärung des Begriffs “Ressource”. Wir sammelten einige Ideen ein und schlugen dann folgende Definition vor:

Ressource ist alles, was X (Du / Familie / Gesellschaft / …) benötigt, damit X gut leben kann.

Auch mit dieser Definition waren alle Teilnehmer*innen einverstanden und die eigentliche Arbeit konnte beginnen: Wir teilten die Gruppe in kleinere Untergruppen auf und baten unsere Workshopgäste, die Ressourcen IHRES Lebens aufzuschreiben. Und das kam dabei heraus:

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Natürlich kann man jetzt darüber diskutieren, was davon nun wirklich Ressourcen sind und was nicht. Unser Ziel war es aber, die Bandbreite an Gedanken zu visualisieren, wenn es um die Frage “Was macht mein Leben lebenswert?” geht. Schließlich konnten wir in der letzten Hauptphase unseres Workshops fragen: “Was denkt ihr, könnt ihr konkret tun, damit EURE Ressourcen auch morgen noch verfügbar sind? Wie könnt ihr nachhaltig handeln?”.
Eine Gruppe empfand “Bildung” als eine wichtige Ressource und schlug vor, dass man dafür demonstrieren gehen oder sich selbst als Geber von “Bildung” verstehen kann. Eine andere Gruppe thematisierte die Ressource “Familie” und stellte fest, dass man das, was einem die Familie gibt, genauso für die Familie geben kann. Die dritte Gruppe befasste sich unter anderem mit “Kultur” als Ressource. Das Problem des “Kampfes der Kulturen” könnte zu gemeinsamem Feiern der Unterschiedlichkeiten verkehrt werden. Hilfreich sei die Begegnung der Kulturen, sinnierte ein Mitglied der Gruppe. Daraus ergab sich der Vorschlag, für die Begegnung von Kulturen zu sorgen.

Selbstverständlich waren auch alle Greenpeace-Themen vertreten, vom Eis der Polkappen, über den Regenwald und die Ozeane bis zu Vegetarismus und Veganismus. Die Teilnehmer*innen waren überrascht, dass sie von uns nicht mit Forderungen wie “Nutzt weniger Plastik!” und “Tragt ökologisch sinnvolle Mode!” konfrontiert wurden, sondern sich mit ihren eigenen persönlichen Themen befassen durften. Natürlich fordern wir diese Dinge weiterhin. Aber wir denken, es ist “nachhaltiger”, wenn die Menschen selbst darauf kommen ;)

Wir selbst freuten uns sehr, dabei sein zu dürfen und über den erfolgreichen Verlauf unseres Workshops. Wir werden unser Konzept an Greenpeace Deutschland weiterreichen, damit es eventuell in anderen Teilen Deutschlands angewandt werden kann. Falls Sie bzw. Ihr diesen Workshop innerhalb Eurer Organisation, Eures Unternehmens oder in Eurer Schule bzw. Uni anbieten wollt, gebt uns gerne Bescheid.

Zum Schluss noch ein philosophisches Zitat, dass während unseres Workshop geboren wurde:

“Liebe ist die Basis der Nachhaltigkeit.”
(Lena-Sophia Senn)

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