Kategorie-Archiv: Atomkraft

Tschernobyl und Fukushima haben bewiesen, dass Atomkraft technisch nicht beherrschbar ist. Noch viele Generationen werden mit dem Erbe dieser Technologie zu kämpfen haben. Steigendes Alter erhöht die Gefahr eines schweren Unfalls. 25 europäische AKW sind älter als 35 Jahre – davon sieben sogar älter als 40 Jahre. Trotz Nachrüstungen und Reparaturen verschlechtert sich der Zustand wichtiger Bauteile im Laufe der Jahrzehnte. Zwischenfälle und Komplikationen nehmen zu.

6 Jahre Fukushima

6. Jahrestag des Super-GAUs von Fukushima

Vergangenen Samstag waren wir gemeinsam mit Mitgliedern des BUND und der BUNDjugend auf der Straße, um an eine Katastrophe ungeheuerlichen Ausmaßes zu erinnern: Zum 6. Mal schon jährte sich am 11. März die japanische Dreifachtragödie aus Erdbeben, Tsunami und Super-GAU am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, die tausende Menschen aufs Härteste traf und bis heute verheerende Auswirkungen hat. Die erschreckenden Details dazu später, zunächst einmal: Wie kann man auf die zahllosen Unfälle an Kernkraftwerken (AKW) aufmerksam machen?

6 Jahre Fukushima

Wir bastelten zehn Lampions: Jeder ein Symbol für einen der größten Atomunfälle seit Nutzung der Atomkraft. Zusätzlich ein Lampion als Symbol für den nächsten Super-GAU, von dem niemand weiß, wann er wo passiert. Ausgestattet mit je einem Lampion machten mehr als 13 Aktivisten den Jahrestag auf der Löhrstraße sichtbar. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Weiterlesen

5 Jahre Fukushima – Die Gefahr der Atomkraft bleibt

Anlässlich des 5. Jahrestages der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima war Greenpeace in 40 deutschen Städten aktiv – auch wir. Teil der Aktion waren sowohl vier „Smartmobs“ und ein Infostand am Erfinderbrunnen in der Fischelgasse. Ziel war es, Menschen zu animieren, dem japanischen Botschafter eine Protestpostkarte zu senden, um das erneute Betreiben der Reaktoren zu verhindern und in Japan eine Energiewende herbeizuführen.

Seit nun fast fünf Jahren hat die japanische Bevölkerung gegen die Folgen des Atomunglücks zu kämpfen. Unabhängig davon, dass es bislang keine Lösung für die Menschen gibt, die am 11. März 2011 sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Zuhause verloren haben, überlegt die japanische Regierung bereits, die bislang deaktivierten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.

>>> Schreiben auch Sie bzw. Du an den japanischen Botschafter <<<

Auch in Deutschland ist das Problem der Atomkraft weiterhin präsent. Trotz zahlreicher Unfälle in den Kraftwerken Fessenheim und Tihange; obwohl bekannt ist, dass regelmäßig Urantransporte durch Koblenz rollen und der Uranabbau in der Welt für riesige Umweltkatastrophen sorgt, gibt es noch immer viele – und dazu stark veraltete – Kernkraftwerke in ganz Europa – neue werden gebaut.
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Morgen, Mahnwache zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima

Mahnwache für Menschen in Japan in ZürichAm 11. März jährt sich die Katastrophe von Fukushima zum 4. Mal. Zusammen mit dem AntiAtomNetz Koblenz, dem BUND und weiteren Organisationen laden wir Euch dazu ein, mit uns innezuhalten und an die Opfer und Folgen der Katastrophe zu denken; aufzuklären, dass die Situation in Fukushima weiterhin brisant ist und nicht nachzulassen, den ganzen Atomausstieg zu fordern sowie Alternativen aufzubauen.
Auf Facebook: https://www.facebook.com/events/797347260358484/

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 hat wieder einmal gezeigt, dass Atomreaktoren ein gefährliches Risiko darstellen. Nicht nur, weil sie der Umwelt, der Gesundheit von Millionen und nationalen Wirtschaftssystemen einen erheblichen Schaden zufügen, sondern auch, weil die erheblichen Kosten einer Kernschmelze unausweichlich von der Bevölkerung und nicht von den Konzernen getragen werden, die von diesen Kraftwerken profitiert haben. Keiner der 436 Nuklearreaktoren auf der Welt sind gegen menschliches Versagen, Naturkatastrophen oder viele der anderen ernstzunehmenden Zwischenfälle immun. Millionen von Menschen, die in der Nähe einer solchen Anlage wohnen, könnten betroffen sein.

Das Leben von hunderttausenden Menschen wird von der Katastrophe in Fukushima betroffen bleiben, besonders jenes der 160.000, die aufgrund von radioaktiver Kontamination aus ihren Häusern flüchten mussten und weiterhin in Vergessenheit leben, ohne eine gerechte oder rechtzeitige Entschädigung. Sie haben nur die falsche Hoffnung, wieder nach hause zurückkehren zu können. Währenddessen ist die japanische Regierung dabei, die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren voranzutreiben, gegen den Willen der Menschen, und ohne etwas aus Fukushima zu lernen.

Der folgende Film gibt den Betroffenen von Fukushima eine Stimme (in englischer Sprache).

Deutschland hat zwar offiziell den Atomausstieg beschlossen, aber das heißt noch nicht, dass die Gefahr für uns gebannt ist. Neben unseren vielen Nachbarländern, die noch weit davon entfernt sind, Abstand von der Kernspaltung zur Erzeugung von Elektrizität zu nehmen, fahren regelmäßig Züge durch Koblenz, die radioaktives Material transportieren.
Von Hamburg über Köln, Bonn, an der Mosel entlang nach Trier und von dort nach Südfrankreich werden Uranerze, an- und abgereichertes Uran, Brennstäbe sowie Abfallprodukte der Atomindustrie durch unsere Stadt gefahren. Natürlich auch wieder zurück und auf der Straße. Diese Transporte müssen der Gefahrengutverordnung entsprechend gekennzeichnet sein. Sie sind also leicht auszumachen.
Erschreckenderweise ist aber nur ein Bruchteil dieser Transporte meldepflichtig: Bei einem Unfall wissen Feuerwehren und Rettungskräfte möglicherweise nicht sofort, dass sie es mit hochgefährlichem, radioaktivem Material zu tun haben. Ein Grund mehr, die vollständige Umsetzung eines Atomausstiegs zu fordern!