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5 Jahre Fukushima – Die Gefahr der Atomkraft bleibt

Anlässlich des 5. Jahrestages der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima war Greenpeace in 40 deutschen Städten aktiv – auch wir. Teil der Aktion waren sowohl vier „Smartmobs“ und ein Infostand am Erfinderbrunnen in der Fischelgasse. Ziel war es, Menschen zu animieren, dem japanischen Botschafter eine Protestpostkarte zu senden, um das erneute Betreiben der Reaktoren zu verhindern und in Japan eine Energiewende herbeizuführen.

Seit nun fast fünf Jahren hat die japanische Bevölkerung gegen die Folgen des Atomunglücks zu kämpfen. Unabhängig davon, dass es bislang keine Lösung für die Menschen gibt, die am 11. März 2011 sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Zuhause verloren haben, überlegt die japanische Regierung bereits, die bislang deaktivierten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.

>>> Schreiben auch Sie bzw. Du an den japanischen Botschafter <<<

Auch in Deutschland ist das Problem der Atomkraft weiterhin präsent. Trotz zahlreicher Unfälle in den Kraftwerken Fessenheim und Tihange; obwohl bekannt ist, dass regelmäßig Urantransporte durch Koblenz rollen und der Uranabbau in der Welt für riesige Umweltkatastrophen sorgt, gibt es noch immer viele – und dazu stark veraltete – Kernkraftwerke in ganz Europa – neue werden gebaut.
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Outdoor: Das Mammut-Problem

Mammut labelnAm gestrigen Samstag startete  unsere erste Aktion in diesem Jahr, ganz im Sinne der Detox-Kampagne, die sich dieses mal gegen den Outdoor-Hersteller Mammut richtete.
Mammut verwendet per- und polyflourierte Chemikalien (kurz: PFC), die sehr bedenklich für Mensch und Natur sind. Diese Schadstoffe sind persistent und werden von der Umwelt nur sehr langsam abgebaut. Über die Zeit reichern sie sich in der gesamten Natur unseres Planeten an. Die globale Verteilung betrifft auch direkt den Menschen: Nach einer Studie von Greenpeace Deutschland konnte PFC beispielsweise in der Leber von Eisbären nachgewiesen werden (siehe Studie “Chemie in unberührter Natur”).

Das Wirkungsspektrum der Chemikalien ist weit gefächert, einige PFC schaden dem Fortpflanzungssystem, begünstigen das Wachstum von Tumoren und beeinflussen das Hormonsystem. Frühere Untersuchungen von Greenpeace fanden PFC im Abwasser von chinesischen Textilfabriken und in Fischen für den Konsum in China. Auch Fisch, den viele von uns im Alltag konsumieren, ist von dieser Schadstoffbelastung dementsprechend nicht ausgeschlossen. Weiterlesen

Weltklimatag: Wir verstärken unseren Protest gegen Shell’s Arktispläne

KoblenzVsShell - GruppeHeute ist Weltklimatag. Da Shell vor kurzem in die Arktis aufgebrochen ist, haben wir unseren Protest noch einmal verstärkt und zusammen mit mehr als 40 Greenpeace-Gruppen im Bundesgebiet an Shell-Tankstellen protestiert. Dabei positionieren wir uns gegen Ölbohrungen in der Arktis und für den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Mit Aufklebern wie „Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!“ kontert Greenpeace bundesweit den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens, das Leben sei zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen. Vom Schmelzen des arktischen Meereises durch den Klimawandel zu profitieren, um weiteres Öl zu fördern und damit den Klimawandel weiter anzuheizen, ist eindeutig der falsche Weg. Wissenschaftler sagen deutlich, dass die Ölreserven aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben müssen, wenn wir unter einem globalen Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius bleiben wollen. (Zum Artikel der “Nature” hier klicken)

Auch in diesem Jahr sucht Shell wieder in der Arktis nach Öl. Seit August bohren die „Polar Pioneer“-Bohrplattform und das Bohrschiff „Noble Discoverer“ vor der Küste Alaskas in der Tschuktschensee. Die diesjährige Bohrsaison endet Ende September, doch bereits im kommenden Jahr will Shell in die Arktis zurückkehren.
2012 sind die umstrittenen Pläne von Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, alles andere als erfolgreich verlaufen. Weiterlesen