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40 Staudämme im Amazonas-Regenwald: Siemens, bitte Abstand halten!

InfostandDie brasilianische Regierung plant Projekte, die große Konsequenzen für die Umwelt hätten: Durch den São-Luiz-do-Tapajós-Staudamm entstünde ein Stausee mehr als doppelt so groß wie München. Dieser würde den Lebensraum von indigenen Völkern und Hunderten von Tierarten zerstören.

 Das ist nur der Anfang. Die brasilianische Regierung will den Ausbau von Staudämmen im Amazonas-Regenwald vorantreiben. Ohne internationale Unterstützung wäre der Bau dieser Dämme kaum möglich: Der Technologiekonzern Siemens und die Firma Voith könnten, wie bereits für den umstrittenen Belo-Monte-Staudamm, Turbinen und Generatoren für das Großprojekt liefern.

Greenpeace-Ehrenamtliche werden heute in mehr als 20 Städten, unter anderem in Freiburg, München, Köln und Berlin, gegen das Projekt auf die Straße gehen. Greenpeace Koblenz war bereits am 18. August auf der Straße. Mehr als hundert Menschen waren bereit, die Munduruku zu unterstützen. Sie unterzeichneten Protestpostkarten an Siemens oder wurden Teil der virtuellen Menschenkette rund um das Gebiet der Munduruku.

>>> Du willst Teil der virtuellen Menschenkette werden? Dann hier lang <<<

Rettet den Amazonas

Rhein und Mosel nähren Plastikmeere

Die letzten beiden Wochenenden hatten wir eine unserer bisher aufwendigsten Aktionen zu meistern: Am 12. sowie 19. März hatten wir dazu eingeladen, gemeinsam mit uns an den Ufern von Rhein und Mosel Plastikmüll zu sammeln. Schon zum ersten Termin schwärmten insgesamt drei Gruppen aus: Eine sammelte zwischen Kurt-Schumacher-Brücke und Staustufe an der Mosel, eine zweite begann am Rheinufer vom Campingplatz Rhein-Mosel und eine dritte säuberte von Ehrenbreitstein Richtung Vallendar.

Ehrenbreitstein

Helfer*innen

 

Doch weit kamen wir selten: An den Ufern von Mosel und Rhein stellte uns das Müllaufkommen vor große logistische Probleme. Unsere Schubkarrren und Transportsäcke waren nach nur kurzer Zeit bis zum Rand voll. Am Rheinufer in Ehrenbreitstein schafften wir sogar nur ein Bruchteil der geplanten Strecke. Mit solchen Massen an Müll hatten selbst wir nicht gerechnet. Weiterlesen

5 Jahre Fukushima – Die Gefahr der Atomkraft bleibt

Anlässlich des 5. Jahrestages der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima war Greenpeace in 40 deutschen Städten aktiv – auch wir. Teil der Aktion waren sowohl vier „Smartmobs“ und ein Infostand am Erfinderbrunnen in der Fischelgasse. Ziel war es, Menschen zu animieren, dem japanischen Botschafter eine Protestpostkarte zu senden, um das erneute Betreiben der Reaktoren zu verhindern und in Japan eine Energiewende herbeizuführen.

Seit nun fast fünf Jahren hat die japanische Bevölkerung gegen die Folgen des Atomunglücks zu kämpfen. Unabhängig davon, dass es bislang keine Lösung für die Menschen gibt, die am 11. März 2011 sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Zuhause verloren haben, überlegt die japanische Regierung bereits, die bislang deaktivierten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.

>>> Schreiben auch Sie bzw. Du an den japanischen Botschafter <<<

Auch in Deutschland ist das Problem der Atomkraft weiterhin präsent. Trotz zahlreicher Unfälle in den Kraftwerken Fessenheim und Tihange; obwohl bekannt ist, dass regelmäßig Urantransporte durch Koblenz rollen und der Uranabbau in der Welt für riesige Umweltkatastrophen sorgt, gibt es noch immer viele – und dazu stark veraltete – Kernkraftwerke in ganz Europa – neue werden gebaut.
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