Schlagwort-Archiv: GAT

Rhein und Mosel nähren Plastikmeere

Die letzten beiden Wochenenden hatten wir eine unserer bisher aufwendigsten Aktionen zu meistern: Am 12. sowie 19. März hatten wir dazu eingeladen, gemeinsam mit uns an den Ufern von Rhein und Mosel Plastikmüll zu sammeln. Schon zum ersten Termin schwärmten insgesamt drei Gruppen aus: Eine sammelte zwischen Kurt-Schumacher-Brücke und Staustufe an der Mosel, eine zweite begann am Rheinufer vom Campingplatz Rhein-Mosel und eine dritte säuberte von Ehrenbreitstein Richtung Vallendar.

Ehrenbreitstein

Helfer*innen

 

Doch weit kamen wir selten: An den Ufern von Mosel und Rhein stellte uns das Müllaufkommen vor große logistische Probleme. Unsere Schubkarrren und Transportsäcke waren nach nur kurzer Zeit bis zum Rand voll. Am Rheinufer in Ehrenbreitstein schafften wir sogar nur ein Bruchteil der geplanten Strecke. Mit solchen Massen an Müll hatten selbst wir nicht gerechnet. Weiterlesen

5 Jahre Fukushima – Die Gefahr der Atomkraft bleibt

Anlässlich des 5. Jahrestages der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima war Greenpeace in 40 deutschen Städten aktiv – auch wir. Teil der Aktion waren sowohl vier „Smartmobs“ und ein Infostand am Erfinderbrunnen in der Fischelgasse. Ziel war es, Menschen zu animieren, dem japanischen Botschafter eine Protestpostkarte zu senden, um das erneute Betreiben der Reaktoren zu verhindern und in Japan eine Energiewende herbeizuführen.

Seit nun fast fünf Jahren hat die japanische Bevölkerung gegen die Folgen des Atomunglücks zu kämpfen. Unabhängig davon, dass es bislang keine Lösung für die Menschen gibt, die am 11. März 2011 sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Zuhause verloren haben, überlegt die japanische Regierung bereits, die bislang deaktivierten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen.

>>> Schreiben auch Sie bzw. Du an den japanischen Botschafter <<<

Auch in Deutschland ist das Problem der Atomkraft weiterhin präsent. Trotz zahlreicher Unfälle in den Kraftwerken Fessenheim und Tihange; obwohl bekannt ist, dass regelmäßig Urantransporte durch Koblenz rollen und der Uranabbau in der Welt für riesige Umweltkatastrophen sorgt, gibt es noch immer viele – und dazu stark veraltete – Kernkraftwerke in ganz Europa – neue werden gebaut.
Weiterlesen

Outdoor: Das Mammut-Problem

Mammut labelnAm gestrigen Samstag startete  unsere erste Aktion in diesem Jahr, ganz im Sinne der Detox-Kampagne, die sich dieses mal gegen den Outdoor-Hersteller Mammut richtete.
Mammut verwendet per- und polyflourierte Chemikalien (kurz: PFC), die sehr bedenklich für Mensch und Natur sind. Diese Schadstoffe sind persistent und werden von der Umwelt nur sehr langsam abgebaut. Über die Zeit reichern sie sich in der gesamten Natur unseres Planeten an. Die globale Verteilung betrifft auch direkt den Menschen: Nach einer Studie von Greenpeace Deutschland konnte PFC beispielsweise in der Leber von Eisbären nachgewiesen werden (siehe Studie “Chemie in unberührter Natur”).

Das Wirkungsspektrum der Chemikalien ist weit gefächert, einige PFC schaden dem Fortpflanzungssystem, begünstigen das Wachstum von Tumoren und beeinflussen das Hormonsystem. Frühere Untersuchungen von Greenpeace fanden PFC im Abwasser von chinesischen Textilfabriken und in Fischen für den Konsum in China. Auch Fisch, den viele von uns im Alltag konsumieren, ist von dieser Schadstoffbelastung dementsprechend nicht ausgeschlossen. Weiterlesen