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Morgen, Mahnwache zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima

Mahnwache für Menschen in Japan in ZürichAm 11. März jährt sich die Katastrophe von Fukushima zum 4. Mal. Zusammen mit dem AntiAtomNetz Koblenz, dem BUND und weiteren Organisationen laden wir Euch dazu ein, mit uns innezuhalten und an die Opfer und Folgen der Katastrophe zu denken; aufzuklären, dass die Situation in Fukushima weiterhin brisant ist und nicht nachzulassen, den ganzen Atomausstieg zu fordern sowie Alternativen aufzubauen.
Auf Facebook: https://www.facebook.com/events/797347260358484/

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 hat wieder einmal gezeigt, dass Atomreaktoren ein gefährliches Risiko darstellen. Nicht nur, weil sie der Umwelt, der Gesundheit von Millionen und nationalen Wirtschaftssystemen einen erheblichen Schaden zufügen, sondern auch, weil die erheblichen Kosten einer Kernschmelze unausweichlich von der Bevölkerung und nicht von den Konzernen getragen werden, die von diesen Kraftwerken profitiert haben. Keiner der 436 Nuklearreaktoren auf der Welt sind gegen menschliches Versagen, Naturkatastrophen oder viele der anderen ernstzunehmenden Zwischenfälle immun. Millionen von Menschen, die in der Nähe einer solchen Anlage wohnen, könnten betroffen sein.

Das Leben von hunderttausenden Menschen wird von der Katastrophe in Fukushima betroffen bleiben, besonders jenes der 160.000, die aufgrund von radioaktiver Kontamination aus ihren Häusern flüchten mussten und weiterhin in Vergessenheit leben, ohne eine gerechte oder rechtzeitige Entschädigung. Sie haben nur die falsche Hoffnung, wieder nach hause zurückkehren zu können. Währenddessen ist die japanische Regierung dabei, die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren voranzutreiben, gegen den Willen der Menschen, und ohne etwas aus Fukushima zu lernen.

Der folgende Film gibt den Betroffenen von Fukushima eine Stimme (in englischer Sprache).

Deutschland hat zwar offiziell den Atomausstieg beschlossen, aber das heißt noch nicht, dass die Gefahr für uns gebannt ist. Neben unseren vielen Nachbarländern, die noch weit davon entfernt sind, Abstand von der Kernspaltung zur Erzeugung von Elektrizität zu nehmen, fahren regelmäßig Züge durch Koblenz, die radioaktives Material transportieren.
Von Hamburg über Köln, Bonn, an der Mosel entlang nach Trier und von dort nach Südfrankreich werden Uranerze, an- und abgereichertes Uran, Brennstäbe sowie Abfallprodukte der Atomindustrie durch unsere Stadt gefahren. Natürlich auch wieder zurück und auf der Straße. Diese Transporte müssen der Gefahrengutverordnung entsprechend gekennzeichnet sein. Sie sind also leicht auszumachen.
Erschreckenderweise ist aber nur ein Bruchteil dieser Transporte meldepflichtig: Bei einem Unfall wissen Feuerwehren und Rettungskräfte möglicherweise nicht sofort, dass sie es mit hochgefährlichem, radioaktivem Material zu tun haben. Ein Grund mehr, die vollständige Umsetzung eines Atomausstiegs zu fordern!